Sexus–Eros–Liebe
Sexualität spielt seit Beginn der Menschheit eine wichtige Nebenrolle und in unserer heutigen Gesellschaft wird mit Produkte dieser Branche geworben. Jedoch wird die Bedeutung von Sexualität in den verschiedenen Kulturen und in der Geschichte anders behandelt. Jeder dieser Begriffe treten getrennt oder im besten Fall gemeinsam in den Gesellschaften auf. Sex ist der physische Akt zwischen geschlechtsreifen Menschen, Eros bezeichnet die Erotik, das Spürbar werden des eigenen Geistes am Körper, als letzten Begriff steht die Liebe, die sich in einem starken Gefühl ausdrückt. Nun stellt sich die Frage, in wieweit sich diese Begriffe auf die andere Kulturen übertragen lassen. Hierzu gibt es drei Ebenen, die biologische Ebene, psychisch – individuelle Ebene und sozikulturelle Ebene. Bei der biologischen Ebene geht es um das Sexualverhalten, die Partnerwahl, das Prinzip der Selektion und um die Hormone. Bei der psychologischen Ebene spielen die entwicklungspsychologischen Aspekte eine wichtige Rolle, sowie die individuellen Komponenten. Die letzte Ebene beschäftigt sich mit historischen Bedingungen, mit den unterschiedlichen Vorstellungen von Liebe, den Einfluss von religiösen und kulturellen Institutionen. Bei einer wissenschaftlichen Untersuchung wurden 166 Gesellschaften getestet, bei 88,5 % stellte man fest, dass Liebe zu den menschlichen Universalien gehört. Weiters wurde eine Studie durchgeführt bei der Faktoren aufgelistet wurden, die eine Barriere für das Entstehen für Liebesbeziehungen sein sollen.
Hierzu kommen die individuellen Faktoren (keine lange Vertrauensbasis zwischen Eltern und Kindern) und die institutionalisierte Faktoren, wie Polygynie, arrangierte Ehe, weibliche Beschneidung, großer Altersunterschied und sexuelle Promiskuität. In der Antike wurde die Sexualität anders betrachtet und ausgelebt. Der Begriff „ Ta Aphrodisia“ spielte eine wichtige Rolle zur damaligen Zeit und war Ausdruck für die Dinge der Liebe. Dieses „Ta Aphrodisia“ verbindet Liebesverlangen, die Erfüllung des Verlangens und die Begleiterscheinungen, wie Lust und Vergnügen. Zu dieser Zeit war die so genannte Knabenliebe auch nichts ungewöhnliches, vor allem reiche ältere Männer nahmen sich den Jünglingen an. Diese wurden in die Gesellschaft eingeführt und bekamen Unterricht erteilt. Es war weitaus mehr als eine sexuelle Beziehung, der Junge stammte oft von edlen Bürgern ab, somit wurde diese Beziehung als Tugend angesehen. Heutzutage ist diese Vorgehensweise kaum vorstellbar, durch die Möglichkeit des Internets wird die Firmensuche in dieser Branche erleichtert und somit kommt es oft zu einem verzerrten Bild der Sexualität.
